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Unter dem Motto „Der Hassler-Chor singt zum Advent“ veranstaltet der Hassler-Chor Malsch jeweils am dritten Adventssonntag in der Pfarrkirche St. Cyriak in Malsch ein Konzert mit dem Ziel, auf den christlichen Charakter des Advent und der Vorweihnachtszeit in einer kirchen-musikalisch ansprechenden und anspruchsvollen Weise hinzuweisen, die nicht nur vorweihnachtliche Stimmung weckt, sondern allen ein musikalisches Erlebnis bietet. In seinem Jubiläumsjahr - zum 25. Mal wird ein solches Adventskonzert veranstaltet - wird der Hassler-Chor unter der Leitung von Chordirektorin Angelika Kölble das Oratorium „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel aufführen. Händel schuf das Oratorium in London im Jahre 1741 - er war 56 Jahre alt - in nur 22 Tagen mit einem Text, den Charles Jennens aus Worten des Alten und Neuen Testaments zusammengestellt hatte. Händel war von diesen Worten tief ergriffen, ja in eine andere Welt entrückt, dass er in dieser Zeit für niemanden und nichts ansprechbar war: „Ich glaubte den Himmel offen und den Schöpfer aller Dinge selbst zu sehen.“ Mit überwältigendem Erfolg wurde das Oratorium 1742 in Dublin uraufgeführt und gehört seitdem zu den volkstümlichsten und berühmtesten musikalischen Werken dieser Art in aller Welt, insbesondere aber in England, wo es entstanden war. Händel hat die in Worten ausgedrückte, die menschliche Existenz treffende Erwartung, Verheißung, Hoffnung, Zuversicht und Gewissheit in grandiose Musik umgesetzt, ja durch seine Musik einen Zugang zum Verständnis der Texte geschaffen. „Der Messias“ ist ein außergewöhnliches Oratorium. Üblicherweise kann man ein Oratorium als eine Barockoper ohne Bühnengeschehen verstehen. Nicht so beim „Messias“: Der Text erzählt keine durchgehende Handlung, keinen Ablauf eines darstellbaren Geschehens, sondern erläutert und betrachtet das Glaubensverständnis, das sich mit dem christlichen Begriff „Messias“ verbindet, in einer Folge von Zitaten aus der Heiligen Schrift. Das Oratorium besteht aus 3 Teilen: Teil 1 thematisiert die Erwartung und die Ankunft des Erlösers (man könnte von einem „Weihnachtsoratorium“ sprechen), Teil 2 die Leiden und die Auferstehung und Teil 3 die Überwindung von Tod und Leid für alle Menschen als Folge des Wirkens des Messias. Die drei Teile sind in etwa 50 Musiknummern untergliedert: Recitative (Sprechgesänge) und Arien (Lieder) der Solisten sowie Chöre. Händel hat die musikalische Darstellung den einzelnen Texten allein danach zugeordnet, welchen musikalischen Ausdruck er bewirken wollte, und nicht danach, wie das Libretto strukturiert ist (z.B. Solopartien treiben die Handlung voran, Chöre stellen das „Volk“ dar). Die nahezu 20 Chöre - ein so hoher Anteil ist wahrhaft außergewöhnlich - in kraftvoller englischer Chortradition mit meist hymnischem Schluss (z.B. das große „Halleluja“) bilden den Schwerpunkt des Oratoriums. Und für das „Amen“ am Ende gibt es keinen entsprechenden Vergleich. In diesem Werk verbindet sich deutsche Oratorienkultur (in höchster Vollendung beim gleichaltrigen J.S. Bach) mit englischer imperialer Weltoffenheit (seit seinem 27. Lebensjahr lebte Händel in London). „Der Messias“ ist Händels bedeutendstes Werk; er hat es wohl selbst auch so empfunden. Händels „Messias“ hat viele Bearbeitungen erfahren; die bedeutendste stammt von W.A. Mozart. Die Aufführung in Malsch orientiert sich mit leichten Kürzungen musikalisch und textlich am Händelschen Original. Der Text wird in der englischen altertümlichen Originalsprache gesungen, die schwierig zu verstehen ist. Daher wird für die Konzertbesucher der englische Text mit einer deutschen Übersetzung ausgelegt. Der Hassler-Chor wird begleitet vom Orchester Karlsruher Kammerensemble mit seinem Leiter Norbert Krupp, ergänzt durch Instrumentalsolisten. Ferner wirken die Vokalsolisten Ruth Eberhard (Sopran), Malika Reyad (Alt), Andreas von Rüden (Tenor) und Alexander Kölble (Bass) mit. Die Einstudierung des Chores und die Gesamtleitung des Konzertes lagen bzw. liegen bei der musikalischen Leiterin des Hassler-Chores, Angelika Kölble. In nahezu gleicher Besetzung wurde das Werk bereits in den Kathedralen von Uzès und Anduze (Südfrankreich) im Sommer mit großem Erfolg aufgeführt. Der Hassler-Chor lädt alle Freunde seiner Musik zu diesem festlichen Adventskonzert am Sonntag, den 16. Dezember 2007 um 19.00 Uhr in St. Cyriak in Malsch ein. Karten zu € 15 (ermäßigt: € 10) erhalten Sie im Vorverkauf bei Bäckerei Käshammer und Bäckerei Balzer in Malsch sowie bei allen Chormitgliedern oder an der Abendkasse. ***
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